


NEUER ITALIENREKORD MIT DEM TANDEMGLEITSCHIRM
Am 24. Mai 2010 hat der FLY2-Pilot Kilian Insam
den neuen Italienrekord im Distanzflug
mit dem Tandemgleitschirm aufgestellt.
Flugart: Polygonflug
Start: Gitschberg (bei Meransen)
1.Wendepunkt: Pfurnsee im Ridnauntal
2.Wendepunkt: Liesing im Lesachtal (Gailtal)
Landung: Klebas bei Liesing im Lesachtal (Gailtal)
Flugdauer: 7 ½ Stunden
Flugwertung: 164,16 Km
Flug im Xcontest:



STRECEKNFLUG VON 128,05 km - DER WEITESTE JE GEFLOGENE
TANDEMFLUG MIT DEM GLEITSCHIRM IN ITALIEN
Am 29. April hat der FLY2-Pilot Kilian Insam einen phantastischen
Streckenflug mit dem Tandemgleitschirm geschafft.
Die Wetterprognose meldete gutes Flugwetter.
Am Flugtag aber herrschte hartnäckiger Hochnebel, der sich erst spät
auflöste und niedrige Basishöhen zur Folge hatte.
Trotzdem beschließt der Pilot Kilian mit dem Passagier Derry,
einen Streckenflug vom Col Rodella am Sellajoch zu versuchen.
Geplant und am Vortag auf den Karten berechnet, war ein Dreiecksflug
Richtung Tesero, Teistner Alm (Pustertal) und Ridnaun (Sterzing).
Leider müssen wir feststellen, dass dieser Flug auf Grund der tiefen
Basis und schwachen Thermik vollkommen außer Reichweite ist.
Wir starten trotzdem motiviert um 11.50 Uhr und versuchen, das Beste
aus dem Tag herauszuholen.
Die ersten Kilometer sind sehr mühsam, schwache, zerrissene Thermik
und tiefe Basis!
Vor dem Karerpass sehen wir ein, dass wegen der tiefen Basis und
starker Abwinde, ein Weiterflug Richtung Tesero unmöglich ist.
Wir entscheiden uns, zurück zum Col Rodella zu fliegen und unseren
Flugplan zu ändern. Richtung Osten steigt die Wolkenbasis und die
Flugbedingungen könnten Richtung Pustertal besser werden.
Am Sellastock finden wir eine gute Thermik, gleiten Richung Kurfar
und am Col Pradat finden wir die Sassongher-Thermik.
Weiter zum Kreuzkofel und Piz da Peres. Hier fehlt uns die große Höhe
und nur mühsam kommen wir weiter Richtung Pragser Wildsee,
wo wir keinen thermischen Anschluss finden und sehr tief bei Altprags
sinken und nur mehr eine kleine, zerrissene Thermik in 100m Höhe
über dem Tal rettet uns vor dem „Absaufen“.
Wir gleiten weiter Richtung Toblacher See und weiter nach Sexten.
Tief am Helm angekommen, kämpfen wir uns in einer zerrissenen,
sehr turbulenten Thermik am Helm hoch.
Wir queren das Pustertal über Sillian. Ein breiter, großer Kumulus schattet
viele Kilometer ab und die Thermik lässt nach. Wir gleiten weiter in
Richtung Lienz und sinken immer tiefer und tiefer.
Ein Sonnenfleck über einem Bauernhaus bringt die erwünschte und
ersehnte Thermik und wir können wieder aufdrehen.
Noch eine Thermik und Lienz wäre in Greifnähe. Wir finden die Thermik
und gleiten nach Lienz und weiter bis Dölsach.
Hier nimmt der Talwind stark zu, so entschließen wir uns nach Lienz
zurückzufliegen und landen müde und erschöpft, aber überglücklich bei
der Landewiese der Flugschule von Bruno Girstmair, der uns ein
frisches Bier und eine gute Kotelette vom Grill anbietet.
Für die Rückfahrt entscheiden wir uns für den Zug. Aber um 20.00 Uhr
fahren weder Züge noch Autobusse Richtung Italien.
Per Anhalter kommen wir bis zur italienischen Grenze. Es ist schon
22.30 Uhr und wir müssen ein Taxi nehmen bis Bruneck, wo Ezio,
der Bruder von Derry uns abholt und nach Gröden zurückbringt.
Hier kommen wir erst um 0.45 Uhr an, müde und geschafft,
aber sehr glücklich über den schönen Flug.
Ein sehr schwieriger Flug, der maximalen Einsatz,
Motivation und Konzentration abverlangt hat,
weil die Thermik sehr eng, schwach und zerrissen
und die Wolkenbasis sehr tief war.
Ein großes Kompliment an meinem Passagier Derry,
für sein großes Durchhaltevermögen.
Die Flugdaten:
Start: Col Rodella
1.Boje: Karerpass
2.Boje: Piz da Peres
3.Boje: Dölsach
Landung: Lienz
Geflogene Kilometer: 128,05 km freie Strecke mit 3 Bojen
Flugdauer: 6 Stunden und 43 Min.
Das schwierigste beim Tandemfliegen ist die größere physische
Belastung wegen der unbequemen Sitzposition und des
größeren Steuerdrucks und es ist deshalb viel schwieriger
große Strecken zu erfliegen.
Dank meinem Topschirm, dem Gradient Bigolden2
mit sehr guter Leistung, Stabilität und Handling konnte ich diesen
phantastischen Streckenflug beenden. Ein sehr schwieriger,
anstrengender Flug, der mir aber sehr viel Genugtuung und
Freude bereitet hat.



TANDEMFLÜGE MIT DEM GLEITSCHIRM IM WINTER
Die Landschaft der Dolomiten im Winter
mit den beschneiten Bergen, Wiesen und Wäldern
ist besonders aus der Vogelperspektive
beim Paragleiten eine Augenweide.
Die starken Kontraste zwischen strahlend blauem Himmel
und weißem Schnee bieten im Winter ein phantastisches
Lichtspiel, das besonders gut auf dem Tandemgleitschirm
zu genießen ist.
Ein paar Schritte anlaufen, abheben...
gleiten in kristallklarer, ruhiger Luft... ein Genuss pur!
Im Winter ist die Thermik minimal, keine störenden Talwinde
bei der Landung und die Höhenwinde sind generell schwächer
als im Sommer. Also optimale Bedingungen für Anfänger
und für den ersten Tandemflug, mit sehr ruhigen, angenehmen
und idealen Flugbedingungen, speziell für den ersten Flug
als Passagier auf dem Tandemgleitschirm.


TANDEMFLUG MIT zwei „BEFANE“ – am 06. Jänner 2010
„ Befane“ sind kinderliebende Hexen, die den Kindern
am 6. Jänner Geschenke bringen.
Mit Perücke, großer Nase, langem Besen und alter
Kleider ziehen die „Befane“ umher und loben die braven
Kinder bzw. ermahnen die Lausbuben.
Am 6. Januar sind wir während einer lustigen Veranstaltung
der Skischule „CIR“ aus St. Christina mit 2 „Befane“
von Seceda nach St. Christina auf dem Tandem
geflogen und auf der Skipiste Plan da Tieja gelandet.
Viele Kinder sind den landenden „Befane“ entgegengelaufen
und haben die fliegenden „Befane“ herzlich empfangen. Als
Dank gab es Bon Bons für alle.